… ich wäre gerne dabei gewesen …
Es war also mal wieder so weit, eine Gruppe Unerschrockener wollte sich aufmachen Sammath Gûl zu erobern. Wurde ja auch mal wieder Zeit.
Die Idee:
Leider ergab es sich im Vorfeld, dass die Heiler der Sippe nicht zur Verfügung standen und auch der zuletzt immer wieder angeheuerte Barde des Bündnisses, liess uns relativ lange im Dunkeln ob er mitkommen würde. Ergo kam Amenor, am gestrigen Nachmittag, mit der Idee um die Ecke, die Instanz ohne eine der standardmässigen Heilerklassen anzugehen und statt dessen auf die Heilung eines Hauptmannes zu setzen.
Die Planung:
Nach einer kurzen Beratschlagung wollten wir es versuchen. Leider entschieden wir uns es mit einer etwas sicheren Takik zu versuchen und auf meinen Schaden zu verzichten. Statt dessen zog die Gruppe mit zwei Crowd Controllern los. Die kleine Seyluna freute sich, konnte sie sich doch wieder einmal mit allem austoben was eine Schurkin so ausmacht.
Somit zogen also Wächter, Hauptmann, Jägerin, Schurkin, Kundige und Runenbewahrerin gen Sammath Gûl um Gorothúl das fürchten zu leeren.
Der Weg zu Urchír:
Sie kamen gut voran. Die Taktik war ganz klar, auf die Möglichkeiten des Hauptmanns die Gruppe zu heilen, ausgelegt. Der Weg zu Urchír, dem ersten Bossgegner, wurde schnell zurückgelegt. Im Gegensatz zu den letzten zwei/drei Versuchen liess Urchír seine Flammenwand auch nicht zwischen den Fernkämpfern erscheinen, um diese mit einem Schlag auszulöschen. Somit stand genug Zeit zur Verfügung kontinuierlich Schaden auf ihn zu wirken.
Schliesslich lag Urchír in seiner eigenen Asche und alle rieben sich die Augen ob des vermeintlich leichten Kampfes.
Der Weg zu Alagossír:
Angetrieben von diesem Erfolg ging es weiter durch die Gänge. Die nächste Prüfung stand der Gruppe, auf dem Weg zu Alagossír, im Weg. Es war eine Gegnergruppe, an der man sich auch mal gerne aufreiben kann. Die Kombination aus Begleiter beschwörenden Zauberen und schubsenden Kundigen, gepaart mit einem Ork, der sie alle mit einem Schild der Unbesiegbarkeit belegt, gehört wohl zu einer der unangenehmsten in dieser Instanz.
Hier zeigte sich der Vorteil, dass Seyluna statt meiner, mitgegangen ist. Sie und Ihre kundige Freundin Lilariel sorgten mit Einschläferungen dafür, dass von den Gegnern nur die in den Kampf eingriffen, die schnell zu bewältigen waren. Noya, als Schadenswächter, beschäftige den Ork und alle anderen sahen zu, dass Beschwörer und Kundige zu schnell wie möglich in den Staub gelegt wurden. Gleichzeitig ging auch der Ork zu Boden.
Der eigentliche Kampf mit Alagossír war wie der vorherige Bosskampf eher unspektakulär. Auch hier zahlte es sich aus, dass sich die einzelnen Gruppenmitglieder primär darauf abgstimmt waren einen möglichst hohen Schaden zu erzielen. Natürlich erkauft durch teilweise etwas niedrigere Lebenskraft, aber es gibt nichts umsonst.
Alagossír wurde schliesslich vom Blitz getroffen, schrie nach seinem Herren und sank zu Boden. Als Abschiedsgeschenk liess er noch einige Blitze vom Himmel fahren die zwar niemanden ensthaft trafen, aber für einen kurzen Schrecken sorgten.
Der Weg zu Gorothúl:
Nun ging es also Richtung Gorothúl. Auch hier warten ja einige unbequeme Gegnergruppen. Diese waren aber im Grossen und Ganzen kein wirkliches Problem. Ergo stand die Gruppe am Fusse von Gorothúl‘s Treppe und überlegte wie nun zu verfahren sei.
Erster Angriff:
Kurz verteilten Amenor und Melduriel ihre Stärkungszauber, diverse Schriftrollen wurden gelesen, das eine oder andere gegessen und los ging es. Erstaunlicherweise wurde Gorothúl, mit dem ersten Angriff, bis auf 38.000 Lebenspunkte geschlagen. Leider wurden die Gefährtenmanöver geblockt und somit fehlte eine heilende Komponente, ergo wurde der erste Angriff abgewehrt. Die Gruppe lag im Staub und musste, bis auf Seyluna (die hatte sich mit der Hobbitstille gerettet) wiederbelebt werden.
Zweiter Angriff:
Nach einer kurzen Pause wurde der zweite Angriff gestartet. Mit dem selben Ergebnis. Gorothúl und seine gerufenen Begleiter griffen sich zunächst den Jäger und dann den heilenden Hauptmann, Gefährtenmanöver konnten nicht durchgebracht werden und somit verpuffte der zweite Angriff.
Dritter Angriff:
Nach einer taktischen Umstellung, die nun vorsah, dass Noya als Wächter ständig die Bedrohung auf Gorothúl aufrecht halten sollte, Liljah aus ihrer Stärkehaltung in die Präzision wechselt und Amenor ggf. angreifende Geister zu Noya bringen sollte wurde die dritte Attacke gestartet.
Der Schaden von Liljah und Melduriel war immens, Lilariel hatte aufkommende Zauberer bzw. Kundige sehr gut im Griff, Amenor hatte keine Schwierigkeiten seine Gruppenheilungen zu setzen und Gorothúl hatte ständig Noya als Ziel. Eine der Folgen war, dass Seyluna drei Gefährtenmanöver auslösen konnte. Das letzte bei etwa 20.000 Lebenspunkten. Dies sorgte da, sechsmal das Zeichen für Moral gedrückt wurde mit dem zuvor gesetzten Signal, für einen entsprechenden Moralschub, dem Gorothúl und seine Gefolgschaft nichts entgegensetzten konnten.
Es war geschafft. Im dritten Anlauf war der Hauptboss vom Sammath Gûl ohne eigentliche Heilklasse gelegt worden.Die Freude war bis in das Gasthaus von Thorins Halle zu hören.
Der Weg zu Demefaer:
Somit ging es in Richtung der letzten Truhe, auf dem Weg dahin standen noch einmal eine unbequeme Gruppe im Weg und schliesslich der Boss des sog. Herausforderungsmodus.
Klar war, dass Liljah baden gehen würde. Was allerdings nicht geschah. Klar war, dass Amenor wieder gestunnt würde bevor er einen der Geister erreichen würde. Was auch nicht geschah.
Erster Angriff:
Was passierte war, dass die erste Attacke, euphorisiert durch den Sieg über Gorothul, vollkommend scheiterte und die gesamte Gruppe zum Eingang der Instanz zurücksetzen musste. Die Gründe hierfür sind nicht ganz klar. Es wurden zu wenige Skellete zerlegt, was zur Folge hatte, dass Demafaer keinen bzw. nicht genug Schaden nahm. Die Konsequenz … Tod durch Unkonzentriertheit.
Zweiter Angriff:
“Ins Bockshorn jagen lassen” war jetzt nicht und so wurde ein weiterer Versuch gestartet. Man konnte spüren wie sich jeder noch einmal zusammen nahm und nach einem intensiven Gefecht musste zwar Noya als Verlust gemeldet und wiederbelebt werden, aber auch Demafaer war besiegt.
Erfolg auf ganze Linie:
Die Truheninhalte waren, im grossen und ganzen nicht der Rede wert, die bestandene Herausforderung alledings schon. Alle waren voll bei der Sache und hatten ihren Spass. Leider konnte ich nicht daran teilnehmen, aber bei einem kommenden Versuch wird die Kuscheltour mit zwei Charakteren für die Gegnerkontrolle durch den brachialen Schaden meiner Axt ersetzt. Baruk Khazâd! Khazâd ai mênu!
Nach einem abschliessendem kleinen Scharmützel war ein wirklich spannender Abend zu Ende gegangen.






