Barad Guldur zum Dritten

Gestern Abend war es wieder soweit. Es hiess “Auf nach Barad Guldur! Der Turm will erobert werden.” Für mich der dritte Besuch in dieser Instanz seit dem ich zur Aurora Borealis gewechselt bin.

An anderer Stelle gibt es genug Informationen über das wie, wo und was in dieser Raidinstanz. So gesehen möchte ich hier gar nicht auf irgendwelche Taktiken o.ä. eingehen. Bedingt durch die Tatasache, dass Seyluna noch nicht über das Equipment verfügt um in dieser Instanz bestehen zu können, kann aktuell nur Thronlor die Instanz betreten.

Bei meinen ersten beiden Besuchen hiess es mitgehen, beobachten, lernen, lernen und lernen. Gestern wusste ich z.T. schon Bescheid bzgl. der Taktiken und konnte mich somit besser auf meine diversen Rollen, Aufgaben und einzelne Situationen konzentrieren. Da “passte” es natürlich, dass ich erst einmal umskillen durfte. Weg von der reinen Damage Dealer Skillung, hin zu einer Kombination aus SingleTarget/Tank. Nun bin ich ja nicht unbedingt der Tank vor dem Herren, was vielleicht auch ein wenig den Möglichkeiten des Waffenmeisters, aber eben auch meinen Erfahrungen in diesem Bereich geschuldet ist.

Nichts desto trotz. Es war ein wirklich toller Abend.

Ich hoffe und ein bisschen denke ich es auch, dass ich nicht allzu viele Fehler gemacht habe. Am Ende spricht das Ergebnis auch für den Raid der Aurora Borealis… alle drei Bosse wurden im Hardmode gelegt. Für mich hiess es:

  • wir haben alle drei Bosse im Hardmode gelegt
  • ich habe ein zweites Rüstungsteil bekommen
  • ich habe die Barad Guldur Quests abgeschlossen
  • und vor allem anderen… ich hatte einen unglaublichen Spass.

Als wir den Leutant “gelegt” hatten, hatte ich gerne laut gejubelt. Ich war danach so aufgedreht, dass ich mit einigen Freunden noch eine Runde durch Sammath Gûl gedreht habe. Als ich schliesslich gegen 03:30 Uhr zu Bett ging hatte ich einen wirklich tollen Abend in Herr der Ringe Online hinter mir.

Feiertagsunternehmung…

… war gestern Abend das Motto. Nach unserem letzten, erfolgreichen, Gang zu Gorthûl stand also mal wieder Sammath Gûl auf dem Programm. Die Terminänderung von Freitag auf Donnerstag scheint sich zu etablieren. Wir waren gestern Abend acht (8) Leute die trotz Fussball, Feiertag und gutem Wetter Zeit, Lust und Laune hatten die Instanz anzugehen.

Reallifebedingt liess sich Noya dann doch entschuldigen, was zur folge hatte, dass wir auf Garelis als Wächter/Tank bauten. Gleichzeitig hatte sich Vakuu als Barden Vollheiler angemeldet. Beide kannten die Instanz bis zu Allgossír, wobei sie ihre bisherigen Kämpfe gegen diesen Boss nie gewinnen konnten.

Bedingt durch die Gruppenzusammenstellung blieb Lilariel schliesslich zu Hause und fröhnte schliesslich ihrem Reallife. Ich wollte zwar gerne mitgehen, da wir es aber etwas konservativer angehen wollte, räumte ich das Feld für meine Freundin Seyluna . Somit war gewährleistet, dass ein bisschen Gegnerkontrolle und schnelles Unterbrechen möglich war.

Somit begaben sich die folgenden Recken Richtung Sammath Gûl. Garelis als Wächter/Tank, Amenor als Hauptmann/Support, Liljah als Jäger/Damage Dealer, Seyluna für Support, Crowd Control und Interrupts, Melduriel als Runenbewahrerin/Damage Dealer und Vakuu als Barden Vollheiler.

Der Weg zu Urchír:

Der Weg zum ersten Boss verlief ziemlich unspektakulär. Interessanterweise könnte man keinen grossen Unterschied merken was den Schaden anging, der auf die Gegner einwirkte und das obwohl wie, geschrieben, die Gruppe durchaus konservativ aufgestellt war.

Urchír selber hatte keine Chance. Zwei Dinge sind aber dennoch erwähnenswert. Zum einen kann sich Liljah über ihren legendären Bogen freuen, den sie in den letzten Tagen wie verrückt levelt und der mittlerweile so viel zusätzlichen Schaden macht, dass sie ihren ausgehenden Schaden noch ein bisschen mehr kontrollieren muss. Zum anderen wollte Vakuu wohl einfach nicht mit ansehen wie Urchír so ganz ohne Chance umfällt und somit entschied er sich kurz vor Ende des Kampfes noch in die Feuerwand zu laufen, was einen unabwendbaren, schnellen Tod des Heilers zur Folge hatte.

Nichts desto trotz … wenn Urchír nicht gerade der Meinung ist, er müsste seine Feuerwand direkt in den Fernkämpfern  bzw. Castern starten lassen, kann er nichts.

Der Weg zu Alagossír:

Hier sollte die Gruppe auf die wirklich ersten, ernsthaften Schwierigkeiten stossen.

Die ersten Wipes

Die Gegnergruppe kurz vor Alagossír ist ja immer für Schwierigkeiten zu haben. Diesmal wollten sie aber wirklich nicht kleinbei geben. Beim ersten Angriff wurde Garelis vom Kundigen über die Brüstung geschleudert und kurz danach durfte Vakuu den Boden küssen.

Beim zweiten Angriff konnte Seyluna kein Rätsel in ihr Ziel bringen, was zur Folge hatte, dass eine grosse Anzahl beschworener Geister der Gruppe das Leben schwer und schliesslich den Gar aus machte.

Vor dem dritten Angriff ging Seyluna kurz nach Caras Galadorn und tauschte einen Klassenskill aus. Dies sollte es ihr ermöglichen den nicht gerätselten Beschwörer in den Nahkampf zu zwingen. Alle nahmen ihre Konzentration zusammen und nach kurzen, intensiven Kampf war der Weg zu Alagossír frei.

Der Kampf gegen Alagossír verlief, dank einer guten Aufstellung und der Fernkampftaktik unspektakulr bis langweilig. Der gute war schnell abgefertigt und die Gruppe machte sich auf zu Gorothúl.

Der nächste Wipe

Vor Gorothúl hiess es leider noch einmal den Boden küssen. Da im ersten Anlauf der Kundige besiegt wurde, verlief der zweite Anlauf, zu Gorothúl vorzustossen ohne Probleme.

Der Kampf gegen Gorothúl verlief wie aus einem Guss. Die beiden “Neulinge” wurden auf die, zu erwartenden Situationen, vorbereitet und bis auf einen Freiflug, den Vakuu bei einem Kundigen gebucht hat, stellte Gorothúl und seine Gefolgschaft kein grosses problem dar.

So einfach wie der Kampf war, so langweilig war diesmal der Inhalt der Truhe. Es gab kein Symbol von Celebrimbor … schade!

Der letzte Wipe

Seyluna hat mir gestern noch gesagt, dass sie die Gegnergruppe auf dem Weg zu Demefaer mittlerweile noch nerviger findet, als die Gruppen zu Alagossír bzw. Gorothúl. Was wohl auch daran liegen mag, dass sie gestern Abend abgeflogen ist und direkt in einen Skeletthaufen landete. Die Folge … zu beschworenen Geistern kamen noch eine gehörige Anzahl beschworener Skelette. Irgendjemand löste, zu allem Überfluss, auch noch einen zweiten Skeletthaufen aus.

Zum Glück konnten, bis auf einen Beschwörer, alle castenden Gegner ausgelöscht werden. D.h. der zweite Angriff war nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt. Der Weg zu Demefaer war frei.

Der letzte Boss ist bzgl. seiner grünen Flammen und den umzuhauenden  Skeletten etwas nervig. auch kam es, in der Vergangenheit, immer mal wieder gerne zu einem, falsch verstandenen, Wellnessbad in einem, von Demefaer grünen Swimmingpools, mit der Folge des sofortigen Todes. Gestern verlief es einwandfrei. Jeder war in Bewegung, die Skelette wurden zeutgerecht umgehauen und somit nahm Demefaer kontinuierlich Schaden. Noch zwei gut plazierte Gefährtenmanöver und der Abend war für ihn gelaufen.

Das Glasfläschchen, aus der letzten Truhe, ging diesmal an Amenor. Der es, in seiner Rolle, als heilender Haptmann gut gebrauchen kann. Vakuu konnte sich, dank der zehn (10) Düsterwaldmünzen sein letztes Rüstungssetteil eintauschen und hatte die Epos Epilogquest bewältigt. Garelis und Vakuu konnten im Kreis derer aufgenommen werden die in unserer Sippe diese Instanz bewältigt haben, was bedeutet, dass sich die Beite der Chars und Klassen wieder vergrössert hat. Jetzt heisst es also noch  für Janthryth und Bogenwart auf nach Sammath Gûl.

Seyluna hatte ihren Spass. Die Repkosten sind nach einem solchen Abend des gemeinsamen Spielens zu vernachlässigen. Egal wie oft wir diese Instanz besuchen, es ist immer wieder eine Freude.

Sammath Gûl ohne Heiler die Zweite

Es war also so weit. Gesetrn Abend ging es, zum zweiten mal, mit einer Sippengruppe ohne eigentlichen heiler, nach Sammath Gûl.

Nachdem der letzte Gang gut geklappt hatte, wurden wir ein wenig mutiger. D.h. unsere Gruppe war ein wenig Risikoreicher aufgestellt. Selyuna blieb also zu Hause. Wir setzten also auf mehr Schaden und dafür weniger Gegner Kontrolle bzw. keine fixen Gefährtenmanöver.

Da ein Waffenmeister nicht reicht, kam zusätzlich noch Larywin mit. D.h. wir verzichteten zu Anfang auf den Fernkampfschaden eines Jägers und setzten auf den Schaden von zwei Waffenmeistern. Währen Larywin auf Flächeschaden ausgelegt war, kam ich mit einer Single Target bzw. Crit Damage Skillung.

Die Gruppe wurde vervollständigt mit Noya als Wächter, Melduriel als Damage Dealende Runenbewahrerin, Lilariel für die Gegnerkontrolle und Amenor als Hauptmann Ersatzheiler. So weit die Planung.

Der Weg zu Urchír:

der Weg zum ersten Boss verlief genauso unspektakulär wie beim letzten mal. Man merkte nicht, dass ein Jäger “fehlte” und durch die Taktik wirklich auf ein gemeinsames Ziel zu gehen konnte Amenor seine Heilfähigkeiten gut anbringen.

Der Kampf gegen Urchír verlief in ähnlicher Weise. Zwischendurch verlor Noya Schadensbedingt zwar die Aggro an Larywin, was zwar nicht perfekt, aber auch kein allzu grosses Problem war. Nach kurzer Zeit war Urchír erledigt und die Reise ging weiter.

Der Weg zu Alagossír:

Hier erwartete ich die ersten wirklichen Schwierigkeiten. Trifft man doch auf ein paar Gegnergruppen die einem das Leben schwer machen können. Wir passten ein wenig die Taktik an und kamen sehr gut zurecht. Statt das wir alles was nervte stunnten bzw. rätselten, wurde ein Kundiger von Lilariel gestunned und Larywin kümmerte sich um den zweiten und unterbrach diesen wann immer dieser die Gruppe wegfliegen lassen wollte.

Der erste Wipe:

Alagossír kann ja eigentlich nichts. Irgendwie sucht er sich aber doch immer wieder jemanden aus unseren Gruppen raus um diesen Char mit “besonderer” Aufmerksam zu “beglücken”.  Gestern war sein Opfer Lilariel. Kaum standen wir für die zweite Phase bereit machte es “bumm” und Lilariel viel um. Nicht vom Blitz, sondern von Alagossír getroffen sank sie zu Boden.

Jetzt fehlte es uns an Fernkampfschaden und im laufe der Zeit gab es ein Aggroproblem. Ergo passierte was passieren musste, wir lagen zum erstenmal im Staub.

Wir ließen uns nicht abhalten. Liefen noch einmal zu Alagossír, starteten den Kampf erneut und siehe da der Typ war anscheinend überrascht und so schnell wieder zu sehen. Jedenfalls liessen wir ihm diesmal keine Chance. Bzgl. der Aggro auf unseren Fernkämpfer reagierten wir etwas fixer und somit durfte Alagossír nach kurzem Kampf in die Dunkelheit, aus der er kam, zurückkehren.

Der Weg zu Gorothúl:

Gorothúl… ich gebe zu, vor ihm bzw. vor dem Kampf mit ihm hatte ich am meisten Respekt.

Der Weg zu ihm ist ja schon ekelig. Die Gruppen aus Beschwörern, Zauberen und Kundigen haben es immer wieder in sich. Zunächst kam es allerdings zu einer Änderung der Aufstellung. Larywin wurde vom ultimativen Elite Gegner “Reallife” verschlungen und musste die Gruppe verlassen. Dafür sprang Liljah ein. Somit hatten wir eine Waffemeisterin weniger, dafür eine Jägerin in der Gruppe.

So gerüstet traten wir den Gang zu  Gorothúl an. Wir kamen gut voran. Niemand hielt uns wirklich lange auf oder machte grosse Probleme. Schliesslich standen wir am Fuss der Treppe zu Gorothúl und freuten uns auf das bevorstehende Gefecht.

Erster Angriff:

Ich gebe es zu. Ich war etwas übermotiviert.

Sobald ich aus Gorothúl‘s Würgegriff befreit war zündete ich “Kontrolliertes Verbrennen”. Ich wollte unbedingt das Maximum an Schaden rausholen, ggf. das eine oder andere Gefährtenmanöver erzwingen. Was ich allerdings nicht bedachte war die Tatsache, dass ich mit erhöhtem Schaden auch viel öfters Gorothúl’s Aufmerksamkeit genoss und somit auch viel öfters getroffen wurde. Trotz meiner schweren Rüstung waren diese Treffer so wirksam, dass Amenor so gut wie gar nicht Gegenheilen konnte.

Es kam wie es kommen musste unsere Gruppe steckte ob der unkontrolliertheit Gorothúl‘s viel zu viel Schaden ein. Ich war einer, wenn nicht sogar der erste der zu Boden ging. Die anderen folgten recht schnell. Ich setzte ebenfalls unkonzentriert viel zu schnell zurück so dass wohl auch Liljah’s Hobbit Stille die Gegner nicht beruhigte. Erst als Liljah gestorben war, konnte der Schaden begutachtet werden.

Melduriel setze ebenfalls zurück und wior liefen zum Ende der Instanz. Hier wurden alle anderen wieder ins Leben gerufen und wir legten eine kurze kreative Pause ein.

Zweiter Angriff:

Diesmal ging ich das Ganze etwas pasiver an. Kein “Kontrolliertes Verbrennen”, sondern in “Eifer” trat ich an. Somit blieb die Aufmerksamkeit Gorothúl‘s ständig bei Noya. Ich wiederum konnte ohne grosse Probleme kontinuierlich Schläge austeilen. Wenn nötig liess ich Streikolben und Hammer fliegen um nicht nur Gorothúl sondern auch alles was sich Amenor näherte zu treffen. Hierbei kam es zum auslösen eines Gefährtenmanövers, dass Gorothúl einen schönen Zeitschaden und einigen von uns einen guten Moralschub verpasste.

Gorothúl konnte sich nicht recht wehren. Zum Ende hin zündete ich dann doch noch “Kontrolliertes Verbrennen”. jetzt wurde es noch einmal unangenehm, denn wie im grunde zu erwarten war ich gerade dabei “Kontrolliertes Verbrennen” zu wirken, als Gorothúl zum Schlag, mit dem Ziel alle wegzuschleudern, ausholte. Ich konnte ihn also nicht mehr unterbrechen und so alle, die nahe bei ihm standen zu einem Freiflug.

Ich hatte wieder etwas gelernt. Das nächste mal sag ich frühzeitig Bescheid, damit Noya oder Amenor als Aushilfe für das Unterbrechen einspringen können.

Nichts desto trotz. Es waren Gorothúl‘s letzte, vergebliche Bemühungen die Niederlage abzuwenden. Es dauerte noch ein/zwei Minuten und er war erneut Geschichte.

Eine Überraschung zum Ende:

Ich freute mich, da ich die Zeichen aus der Instanz zwar nicht wirklich brauche, aber trotzdem …ich war schon länger nicht mehr hier gewesen und wir hatten es dennoch geschafft. Auch ohne Gefährtenmanöver.

Wir öffneten Gorothúl‘s Truhe und siehe da unsere bemühungen wurden noch einmal belohnt. Wir fanden ein Symbol von Celebrimbor. Also ein Utensil das man benötigt um eine Waffe des zweiten Zeitalter herstellen zu können. Wie bei uns üblich würde per “Gier” darum gewürfelt und ich hatte Glück.  Mit einer “63″ konnte ich das Symbol gewinnen.

Der Weg zu Demefaer:

Ich hatte im höchsten Masse gute Laune. Wusste ich doch schon, dass das Symbol gute 100 Gold in meine Kasse spühlen würde. Die Überlegung eine mir eine Waffe des zweiten Zeitalters zu besorgen, stand eigentlich nicht zur Debatte, dazu aber später mehr.

Zuerst musste Demafaer noch besiegt werden. Unerfreulicherweise machte uns die letzte Gegnergruppe mehr Schwierigkeiten als gewollt. Was daran lag, dass ein Kundiger dazukam seinen “Wir lassen unsere Gegner fliegen” Zauber wirken konnte. Soweit kein Beinbruch nur leider floge Noya auf einen Knochenhaufen und löste somit einen Skelettrufenden Guldur Geist aus. Amenor wollte dem nicht nachstehen. Er löste also einen weiteren Guldur Geist aus.

Wir hattes es also mit den normalen Gegnern plus pausenlos neuen Skeletten zu tun. Nach einer schier endlosen Schnetzelei hatten wir Ruhe. es gab keine eigenen Verluste und wir lachten über unser Glück im Unglück.

Erster Angriff:

Somit stand unsere Gruppe am Eingang zu Demafaer. Liljah holte ihren Badezusatz raus um, wenn sie denn in die grünen Fluten springen würde, wollte sie wenigstens sauber rausgehen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Alle waren bereit, das Kommando für den Angriff kam und Lilariel blieb irgendwo an einer Wand hängen.

Wir waren also nur zu fünft. Demafaer viel dann auch gleich ein seine grünen Flammen zünden zu müssen, was einen weiteren Wipe zur Folge hatte.

Zweiter Angriff:

Diesmal zu sechst. Diesmal konzentriert und druckvoll. Alle waren in Bewegung und liessen sich auch nicht von Flammen, Stunns oder Skeletten stören. Leider passte ich nicht richtig auf und bekam kurz vor Schluss noch zwei heftige Schläge ab die mich, nach meinem Erfog bei Gorothûl’s Truhe, auf den Boden der Tatsachen zurückholten.

Egal, die anderen machten weiter und Demafaer konnte ihnen nicht viel entgegensetzen. Schliesslich lagen er und sein Guldur Geist im Staub. Melduriel holte Amenor und mich zurück, wir gingen gemütlich zur letzten truhe und Melduriel bekam endlich Ihr Glasfläschchen. bei allen bisherigen Runs war dieses entweder nicht in der Truhe und wenn doch war Melduriel nicht dabei.

Herausforderung, Erfolg und ein Symbol:

Ich kann nur sagen der Abend war spitze. Wir haben es zum zweitenmal geschafft. Sammath Gûl ohne Heiler. So blöd wie es vielleicht klingt, aber ich bin als Anführer dieser Sippe wirklich auch stolz. Stolz das wir es trotz unserer nicht überwältigenden Grösse immer wieder schaffen solche Herausforderungen zu bewältigen. Wir sind und werden bestimmt nie eine Raidsippe, was auch gut ist, aber wir können fast alles in den für uns erreichbaren Inhalten bewältigen. Sogar solch etwas speziellere Herausforderungen.

Was mache ich nun mit dem Symbol von Celebrimbor. Ich habe gestern Abend noch im Auktionshaus vorbeigeschaut. Das Günstigste ist aktuell für 122 Gold im Sofortkauf zu haben. ich denke nicht das ich mir eine Waffe des zweiten zeitalters herstellen lasse. Die Gründe hierfür sind eigentlich ganz einfach.

  1. Ich bin mit meinen Waffen des dritten zeitalters wirklich zufrieden. Es hat auch lange genug gedauert sie zu finden.
  2. Die Wahrscheinlichkeit unsinnige Legacies auf die zweite Zeitalterwaffe zu bekommen ist ja doch recht hoch.
  3. Mit dem nächsten grossen AddOn werden alle “alten” Waffen wahrscheinlich wieder wertlos werden.
  4. Der Golderlös des Zeichens, der wird mit dem nächsten AddOn nicht wertlos werden. Ich habe zwar an sich genug Gold um damit klarzukommen, aber wenn es gut läuft und ich das Symbol für 115 – 120 Gold verkaufen kann, nehme ich dieses Gold gerne mit.

Wenn jetzt jemand kommt und sagt : “Typisch Zwerg”. Jepp … er/sie hat wahrscheinlich recht. Ich bin ein Zwerg und stolz darauf.

Sammath Gûl ohne Heiler …

… ich wäre gerne dabei gewesen …

Es war also mal wieder so weit, eine Gruppe Unerschrockener wollte sich aufmachen Sammath Gûl zu erobern. Wurde ja auch mal wieder Zeit.

Die Idee:

Leider ergab es sich im Vorfeld, dass die Heiler der Sippe nicht zur Verfügung standen und auch der zuletzt immer wieder angeheuerte Barde des Bündnisses, liess uns relativ lange im Dunkeln ob er mitkommen würde. Ergo kam Amenor, am gestrigen Nachmittag, mit der Idee um die Ecke, die Instanz ohne eine der standardmässigen Heilerklassen anzugehen und statt dessen auf die Heilung eines Hauptmannes zu setzen.

Die Planung:

Nach einer kurzen Beratschlagung wollten wir es versuchen. Leider entschieden wir uns es mit einer etwas sicheren Takik zu versuchen und auf meinen Schaden zu verzichten. Statt dessen zog die Gruppe mit zwei Crowd Controllern los. Die kleine Seyluna freute sich, konnte sie sich doch wieder einmal mit allem austoben was eine Schurkin so ausmacht.

Somit zogen also Wächter, Hauptmann, Jägerin, Schurkin, Kundige und Runenbewahrerin gen Sammath Gûl um Gorothúl das fürchten zu leeren.

Der Weg zu Urchír:

Sie kamen gut voran. Die Taktik war ganz klar, auf die Möglichkeiten des Hauptmanns die Gruppe zu heilen, ausgelegt. Der Weg zu Urchír, dem ersten Bossgegner, wurde schnell zurückgelegt.  Im Gegensatz zu den letzten zwei/drei Versuchen liess Urchír seine Flammenwand auch nicht zwischen den Fernkämpfern erscheinen, um diese mit einem Schlag auszulöschen. Somit stand genug Zeit zur Verfügung kontinuierlich Schaden auf ihn zu wirken.

Schliesslich lag Urchír in seiner eigenen Asche und alle rieben sich die Augen ob des vermeintlich leichten Kampfes.

Der Weg zu Alagossír:

Angetrieben von diesem Erfolg ging es weiter durch die Gänge. Die nächste Prüfung stand der Gruppe, auf dem Weg zu Alagossír, im Weg. Es war eine Gegnergruppe, an der man sich auch mal gerne aufreiben kann. Die Kombination aus Begleiter beschwörenden Zauberen und schubsenden Kundigen, gepaart mit einem Ork, der sie alle mit einem Schild der Unbesiegbarkeit belegt, gehört wohl zu einer der unangenehmsten in dieser Instanz.

Hier zeigte sich der Vorteil, dass Seyluna statt meiner, mitgegangen ist. Sie und Ihre kundige Freundin Lilariel sorgten mit Einschläferungen dafür, dass von den Gegnern nur die in den Kampf eingriffen, die schnell zu bewältigen waren. Noya, als Schadenswächter, beschäftige den Ork und alle anderen sahen zu, dass Beschwörer und Kundige zu schnell wie möglich in den Staub gelegt wurden. Gleichzeitig ging auch der Ork zu Boden.

Der eigentliche Kampf mit Alagossír war wie der vorherige Bosskampf eher unspektakulär. Auch hier zahlte es sich aus, dass sich die einzelnen Gruppenmitglieder primär darauf abgstimmt waren einen möglichst hohen Schaden zu erzielen. Natürlich erkauft durch teilweise etwas niedrigere Lebenskraft, aber es gibt nichts umsonst.

Alagossír wurde schliesslich vom Blitz getroffen, schrie nach seinem Herren und sank zu Boden. Als Abschiedsgeschenk liess er noch einige Blitze vom Himmel fahren die zwar niemanden ensthaft trafen, aber für einen kurzen Schrecken sorgten.

Der Weg zu Gorothúl:

Nun ging es also Richtung Gorothúl. Auch hier warten ja einige unbequeme Gegnergruppen. Diese waren aber im Grossen und Ganzen kein wirkliches Problem. Ergo stand die Gruppe am Fusse von Gorothúl‘s Treppe und überlegte wie nun zu verfahren sei.

Erster Angriff:

Kurz verteilten Amenor und Melduriel ihre Stärkungszauber, diverse Schriftrollen wurden gelesen, das eine oder andere gegessen und los ging es. Erstaunlicherweise wurde Gorothúl, mit dem ersten Angriff, bis auf 38.000 Lebenspunkte geschlagen. Leider wurden die Gefährtenmanöver geblockt und somit fehlte eine heilende Komponente, ergo wurde der erste Angriff abgewehrt. Die Gruppe lag im Staub und musste, bis auf Seyluna (die hatte sich mit der Hobbitstille gerettet) wiederbelebt werden.

Zweiter Angriff:

Nach einer kurzen Pause wurde der zweite Angriff gestartet. Mit dem selben Ergebnis. Gorothúl und seine gerufenen Begleiter  griffen sich zunächst den Jäger und dann den heilenden Hauptmann, Gefährtenmanöver konnten nicht durchgebracht werden und somit verpuffte der zweite Angriff.

Dritter Angriff:

Nach einer taktischen Umstellung, die nun vorsah, dass Noya als Wächter ständig die Bedrohung auf Gorothúl aufrecht halten sollte, Liljah aus ihrer Stärkehaltung in die Präzision wechselt und Amenor ggf. angreifende Geister zu Noya bringen sollte wurde die dritte Attacke gestartet.

Der Schaden von Liljah und Melduriel war immens, Lilariel hatte aufkommende Zauberer bzw. Kundige sehr gut im Griff, Amenor hatte keine Schwierigkeiten seine Gruppenheilungen zu setzen und Gorothúl hatte ständig Noya als Ziel. Eine der Folgen war, dass Seyluna drei Gefährtenmanöver auslösen konnte. Das letzte bei etwa 20.000 Lebenspunkten. Dies sorgte da, sechsmal das Zeichen für Moral gedrückt wurde mit dem zuvor gesetzten Signal, für einen entsprechenden Moralschub, dem Gorothúl und seine Gefolgschaft nichts entgegensetzten konnten.

Es war geschafft. Im dritten Anlauf war der Hauptboss vom Sammath Gûl ohne eigentliche Heilklasse gelegt worden.Die Freude war bis in das Gasthaus von Thorins Halle zu hören.

Der Weg zu Demefaer:

Somit ging es in Richtung der letzten Truhe, auf dem Weg dahin standen noch einmal eine unbequeme Gruppe im Weg und schliesslich der Boss des sog. Herausforderungsmodus.

Klar war, dass Liljah baden gehen würde. Was allerdings nicht geschah. Klar war, dass Amenor wieder gestunnt würde bevor er einen der Geister erreichen würde. Was auch nicht geschah.

Erster Angriff:

Was passierte war, dass die erste Attacke, euphorisiert durch den Sieg über Gorothul, vollkommend scheiterte und die gesamte Gruppe zum Eingang der Instanz zurücksetzen musste. Die Gründe hierfür sind nicht ganz klar. Es wurden zu wenige Skellete zerlegt, was zur Folge hatte, dass Demafaer keinen bzw. nicht genug Schaden nahm. Die Konsequenz … Tod durch Unkonzentriertheit.

Zweiter Angriff:

“Ins Bockshorn jagen lassen” war jetzt nicht und so wurde ein weiterer Versuch gestartet. Man konnte spüren wie sich jeder noch einmal zusammen nahm und nach einem intensiven Gefecht musste zwar Noya als Verlust gemeldet und wiederbelebt werden, aber auch Demafaer war besiegt.

Erfolg auf ganze Linie:

Die Truheninhalte waren, im grossen und ganzen nicht der Rede wert, die bestandene Herausforderung alledings schon. Alle waren voll bei der Sache und hatten ihren Spass. Leider konnte ich nicht daran teilnehmen, aber bei einem kommenden Versuch wird die Kuscheltour mit zwei Charakteren für die Gegnerkontrolle durch den brachialen Schaden meiner Axt ersetzt. Baruk Khazâd! Khazâd ai mênu!

Nach einem abschliessendem kleinen Scharmützel war ein wirklich spannender Abend zu Ende gegangen.

Lustiges aus Moria

Es trug sich also zu, dass sich eine Gruppe Abenteurer am gestrigen Abend versammelte um im Rahmen des Epos die Kapitel 5 aus Bd. II., Buch V. zu lesen.

Die Instanzen an sich stellen ja keine so grosse Herausforderung mehr da. Da es nicht abzusehen war wie lange die einzelnen Leute Zeit haben, begann die dreiteilige Lesung mit der Verteidigung der 21′ten Halle. Diese lief, wie zu erwarten sehr einfach.

Danach wurde der Tiefweg verteidigt. Hierbei kam es zu einer sehr hohen Anzahl an Angriffen. Auch die gleichzeitigen Attacken aus Westen/Osten bzw. auf die Mitte der Zwergenstellung waren recht häufig, aber auch hier waren keine grossen Verluste zu beklagen.

Jetzt hieß es also noch die Schmieden zu verteidigen. Also auf in das Feuerherz und dort stand dann die Gruppe und wartete. Sie wartete die gesamten 30 Minuten. Es liess sich nämlich niemand blicken. Kein Bilwiss, kein Ork, kein Warg, kein Troll und auch Amukh ließ sein hässliches Gesicht nicht sehen. Somit war die grösste Herausforderung die, nicht einzuschlafen.

Nach dieser erfolgreichen Lesung hieß es für Ghrombar erst einmal sich Richtung Lorien aufzumachen, um, von den Elben, die ersten Kapitel von Bd. II., Buch VI. vorgetragen zu bekommen.

So ging ein erfolgreicher Abend, mit durchaus lustigen Begebenheiten, in Moria ging zu Ende …

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