Ein Resümee nach vier Wochen Shadow

Alles gut in den virtuellen Welten? Zumindest lokal auf meinem Notebook ist dies, im Rahmen der technischen Gegebenheiten, der Fall. Bei Shadow? Nun… sagen wir es einmal so… die vier Wochen waren, basierend auf der Idee, den Möglichkeiten und der technischen Lösung, wohlwollend betrachtet, einen Versuch wert.

Bei diesem Versuch bleibt es, zumindest aktuell, aber auch!

Im Grunde waren es ja auch keine vier Wochen oder dreißig Tage. Wenn man ein Auge zudrückt und die Tage abzieht, die ich keine Zeit und/oder keine Lust hatte zu spielen und dann noch das zweite Auge zukneift um die Tage dazu nimmt an denen ich nicht zu Hause war bzw. keinen Rechner zur Hand hatte wären vielleicht zwanzig Tage übrig. 😮

Hiervon gilt es dann noch einmal gut die Hälfte abzuziehen. 😯 Das sind die Tage wo es, auf Grund technischer Probleme, schlicht nicht möglich war zu spielen. Somit komme ich dann auch auf des Pudels Kern. Wenn ich mir einen solchen Service einkaufe, wenn der Anbieter ein entsprechendes Service Level Agreement eingeht und wenn ich dafür auch einen nicht unerheblichen Betrag pro Monat locker mache, dann erwarte ich eine bessere Leistungserbringung als, wohlwollend betrachtete, fünfzig Prozent. 😮 😯 😮

  1. Es kann nicht sein, dass technische Probleme des STABLE Clients über den Weg des BETA Clients als Workaround gelöst werden, bzw. der BETA Client der Weisheit letzter Schluss sein soll.
  2. Wenn ich Punkt 1 als gegeben betrachte, was mir als Kunde erst einmal egal ist wenn es denn funktioniert, ist es ziemlich blöde wenn der Workaround eben nicht mehr funktioniert.
  3. Wenn ich dann das Gefühl bekomm, der Support kann jenseits der Standardantworten keine wirkliche Lösung liefern werde ich angenervt.
  4. Wenn ich das Gefühl bekomme, dass der Support das eigene technische Modell „in die Tonne tritt“ und einen mit vollkommendem Quatsch begegnet werde ich grumpy.
  5. Wenn ich am Ende gar keinen Support mehr bekomme. Da dieser, wie bei Punkt 3 und 4, keine Ahnung der technischen Lösungen hat um jenseits des Standards agieren zu können, steigt die Frustration in Bezug auf die Kosten im Verhältnis zur Leistung.
  6. Wenn eine Art Selfservice bereitgestellt wird, dieser aber nicht funktioniert dann ist der Zeitpunkt gekommen bei dem ich nach der Reißleine greife.
  7. Wenn ich dann sogar bei der Kündigung des Abos auf technische und organsatorische Unzulänglichkeiten stoße weiß ich das mein Geld an anderer Stelle besser plaziert ist.

Zusammengefasst kann ich sagen. Eine gute Idee, ein interessanter und flexibler technischer Ansatz und eine durchaus coole technische Umsetzung. Das Ganze scheitert aber am Ende an technischen Unzulänglichkeiten, fehlenden oder nicht richtig funktionierenden Prozessen, einem mauen Kundenservice und einem Service Level Agreement das nicht eingehalten werden kann. Wofür ich dann die € 30,– bzw. € 40,– pro Monat bezahlen soll?!? Nein liebe Leute… nicht mit mir.

Blöderweise habe ich es in meiner beruflichen Welt mit ebensolchen Gegebenheiten zu tun. D.h. ich weiß was ein Kunde für einen Managed Service erwartet. Diese Erwartung erreicht Shadow nicht einmal im Ansatz.

Für mich sieht das nach jemanden aus der ein bissl zu viel Geld hat, einen Teil davon in die Entwicklung der grundsätzlichen Idee gestekct hat, um sich einen Haufen junger Leute geschahrt hat und über die Idee des CloudGamings versucht hier eine Plattform zu etablieren die dann für möglichst teuer Geld an irgendeinen anderen Wahnsinnigen verkauft werden kann.

Um es möglichst günstig zu machen werden im Hintergrund verschiedenste hippe Opensource Tools zusammengestekct in der Hoffnung das niemandem auffällt das weder darauf geachtet wurde ob es eine technische oder zumindest eine organisatorische Interaktion gibt.

Die an sich gute Umsetzung des technologischen Frontend, also der VDI, wird durch den Eindruck eingeschränkt, dass diese auf Kante genäht ist und keinerlei Möglichkeiten bestehen flexibel auf technische Probleme reagieren zu können.

Alles in Allem… ja es war einen Versuch wert. Würde ich es, mit meinem heutigen Wissen, noch einmal probieren? Ich denke nicht! Werde ich es noch einmal ausprobieren? Spontan bestimmt nicht! Zunächst würde ich mich nach Alternativen umsehen, dann recherechieren wie der aktuelle Stand ist und wenn ich wirklich ein gutes Gefühl habe dann würde ich noch einmal für einen Monat bezahlen um zu sehen was ich bekommen.

Bis dahin installiere meine Spiele wieder lokal und lebe halt damit, dass ich aktuellere oder hardwarehungrigere Titel nicht oder eben nur eingeschränkt spielen kann. Andererseits schmeiße ich aber auch kein Geld zum Fenster hinaus… 😎