Ein fast durchgehend entspannter Urlaub

Ich gebe es zu… ich war reichlich skeptisch als wir uns im Frühjahr entschlossen für den krank gewordenen Andreas einzuspringen und unseren diesjährigen Urlaub auf Fanø zu verbringen. 😯

Bei dieser Skepsis ging es weniger um das Ziel an sich oder den vermeintlichen Aufwand den man bei einem solchen Urlaub im Gegensatz zu einer Reise in ein Hotel o.ä. betreibt. Es ging mir, was für ein Wunder…, um den Aufwand in Bezug auf Corona aka COVID-19 und die Frage, ob wir, nach den ganzen Vorbereitungen überhaupt fahren können bzw. was wir im Urlaub alles machen dürfen, sollen, müssen. Da kam Infektionsbedingt so einiges zusammen was mich von vorneherein nervte da ich eigentlich nur Urlaub machen wollte und eben nicht den ganzen Wahnsinn, den ich unabhängig von allem nachvollziehen kann, aber der in einem Urlaub einfach stört.

Am Ende hat sich in den ein, zwei Wochen vor der Anreise vieles zum Guten gewendet. Somit wurden meine Bedenken peu à peu beiseite gewischt und die Vorfreude auf den Urlaub auf Fanø stieg jeden Tag.

Wieder zu Hause

Wir sind mittlerweile wieder zu Hause… 😯 Die Kleidung ist komplett gewaschen… 😯 Das meiste Gepäck ist auch wieder verstaut und aufgeräumt… 😯 Das ist dann eben auch so eine Sache bei bzw. nach einem Urlaub. Den ganzen Mist den man mitgenommen hat wieder aufzuräumen. Wenn es hierfür buchbare Wichtel gäbe… 😮 das wäre eine tolle Sache. 😮 Wie es in unserem Freundeskreis so schön heißt:

Nach Fanø ist vor Fanø…

Wir haben uns aus mehreren Gründen auch 2022 für einen Urlaub auf der Insel entschieden. 😮

Rückblick auf 2021

Bevor ich mich mit dem kommenden Jahr beschäftige, muss ich mich mit den vergangenen zwei Wochen auseinandersetzten.

Ganz generell waren es ziemlich entschleunigte und vor allem entspannende Tage. Man muss halt wissen wie man mit so typischem Nordseewetter zurechtkommt. Es ist nicht unbedingt ein Gebiet, das einem zwei Wochen lang durchgehende Sonne mit Temperaturen zwischen fünfundzwanzig bis dreißig Grad bietet. In diesem Jahr waren Temperaturen die bei sechzehn Grad losgingen und sich an wirklich warmen Tagen vielleicht auf fünfundzwanzig Grad steigerten. Dazu ein immerwährender Wind, der einem suggeriert es ist, nicht wirklich warm. Was ein Trugschluss sein kann, denn selbst bei leichter Bewölkung ballert die Sonne ganz schön und wenn etwas gut war dann das frühe regelmäßige eincremen uuuund meine Hüte die ich entweder am Strand oder auch dann getragen habe, wenn wir mal so unterwegs waren. Somit kam es zu keinen größeren Verbrennungen auf dem Kopf, im Gesicht oder den Armen. Es waren also entspannte Tage und das, obwohl diese keine wirkliche Langeweile haben aufkommen lassen. Fanø an sich hat so einiges zu bieten, dann natürlich die Drachen, das, offiziell, nicht stattgefundene Drachenfest ein neues, kleines Webseitenprojekt und Lese bzw. Hörstoff. Jede Menge Abwechslung und Unterhaltung. Vor allem für alle Situationen war etwas dabei. Sei es nun die gemeinsame Zeit mit den anderen oder eben auch für die Momente die man einmal für sich selbst haben wollte.

Apropos unsere Drachen… Wir haben auf der Hinfahrt noch einen kurzen Stopp bei Metropolis eingelegt. Wir mussten in Handewitt anhalten, um an der letzten Tankstelle vor der Grenze noch einmal vollzutanken und da der Laden von Metropolis im wahrsten Sinne des Wortes gleich um die Ecke ist, war ein Besuch fast schon ein No-Brainer. Als ob wir nicht genug hätten, haben wir unseren Bestand an Drachen und Zubehör noch einmal leicht aufgestockt… 😯 Dabei dann aber auch den ersten menschlichen Dämpfer abbekommen, der rückblickend bezeichnend war für zwei Wochen in einer Wohn- bzw. Urlaubsgemeinschaft.

Es menschelt…

Es ist interessant wie sich die Sicht und die Einstellung zu einem Menschen ändern kann, wenn man die Möglichkeiten bekommt hinter die Fassade/n zu schauen. Nicht minder interessant ist es wie man reagiert, wenn die Erkenntnis einsetzt, dass sich Menschen über die Jahre so überhaupt nicht verändern. Das die Themen die schon vor fünf, sechs Jahren ein Thema waren trotz aller Bemühungen, aller Unterstützung, aller Toleranz sich nicht einen Millimeter geändert haben. Das Menschen immer und immer wieder in alte Muster fallen bzw. die Bemühungen diese Muster zu verlassen nichts anderes sind als Augenwischerei. Der eingeschlagene Weg ist ja der vermeintlich bequemere und man macht sich keinerlei Gedanken wie das engere Umfeld darauf reagiert.

Ich habe in den letzten zwei Wochen erneut, dass eine oder andere über mich gelernt. Der Weg geht bei mir von einer neutralen Haltung über Skepsis zu subjektiv angebrachter Skepsis hin zu Verärgerung, um am Ende bei Gleichgültigkeit zu landen.

Die Gleichgültigkeit ist im Grunde nichts anderes als ein Schutzmechanismus. Es kommt der Punkt, an dem ich es nicht mehr akzeptieren kann und will, dass sich andere mit ihrem… nennen wir es einmal zweifelhaften Verhalten meine Stimmung und meine Gefühle negativ beeinflussen. Dann lieber einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden und das Zusammensein auf die nötigste Interaktion beschränken. 😈 Bei einem Urlaub in einem gemeinsamen Haus sind, das logischerweise nicht die besten Bedingungen aber zum Glück bietet die Insel genug Möglichkeiten sich aus dem Weg zu gehen. Für alle anderen Momente gilt es, so weit das möglich ist, gute Miene zum bösen Spiel.

Nichtsdestotrotz MÜSSEN wir für das kommende Jahr eine akzeptable, nein eine wesentlich verbesserte Lösung finden. Der Unwillen und/oder die offenbar gewordene Unfähigkeit einiger kann und darf einfach nicht diese wichtige Zeit der anderen in diesem Maße beeinflussen. Dementsprechend müssen Gespräche mit offenem Visier geführt werden, Dinge müssen klargestellt und daraus resultierend ggf. harte Entscheidungen getroffen werden. 2022 birgt einiges anderes und dazu noch einen der wichtigsten Termine in meinem Leben. Das lasse ich mir ganz bestimmt nicht versauen…

Ausblick auf 2022

Fanø 2022 heißt für mich aktuell:

  • Hochzeit mit Michaela 😮 😮
  • Simone ist mit uns im Urlaub 😮
  • Michaela und ich müssen noch einiges vorbereiten
  • Jan ist mein Trauzeuge
  • wir haben ein eeecht großes Haus
  • ich nehme die Kritik von Siggi auf und richte mich entsprechend aus… Wir müssen einfach besser kommunizieren
  • ich habe noch ein, zwei Wünsche 😯 auf meinem Zettel was unsere Drachen angeht 😯
    • ein zweiter großer Eddy
    • einen weiteren kleinen Fauchi
    • eine große hüpfende Krabbe
    • einen Mini Piranha
    • zwei Piranha’s für den Cuttle Fish

Vorbereitungen und nächste Schritte

Es ist noch ein knappes Jahr bis zum nächsten Aufenthalt, trotzdem stecken Michaela und ich schon in den Vorbereitungen. Da wir unseren Termin nun doch gemeinsam mit unseren Freunden und nicht als reine Überraschung erleben wollen, haben wir hierfür einiges zu tun. Aktuell sind sogar schon diverse Punkte angeschoben bzw. sogar schon erledigt:

  • der Termin am 23.06.2022 steht fest 😯 😮 😯
  • wir haben Ringe gefunden die uns beiden gefallen
  • das Haus ist reserviert
  • wir haben von allen die Zusage (es gibt aus meiner Sicht noch einen Wackelkandidaten für den wir wahrscheinlich keinen Plan B haben aber ein Schritt nach dem anderen)
  • wir haben eine grobe Lokation für die Zeremonie (und einen Pan B bei Schietwetter)
  • wir habe eine Richtung wie wir uns die Feier im engsten Kreis vorstellen
  • die Dachbox ist schon reserviert

Die nächsten Schritte sind:

  • Klärung des Wackelkandidaten (inkl. Klärung eines möglichen Plan B’s)
  • Kommunikation der zu erwartenden Kosten
  • Angebot der Hochzeitsplanerin vor Ort
  • Anfrage bei der Hausverwaltung bzgl. der Möglichkeiten für die Feier
  • Abstimmung mit der Hochzeitsplanerin bzgl. unserer Wünsche und den Möglichkeiten
  • Angebote, Angebote, Angebote

Was kommt?

Alles in allem waren es, wie gesagt tolle, erholsame und entspannende zwei Wochen. Die Entscheidung zu fahren war genau das richtige und genau das, was ich gebraucht und mir für Michaela gewünscht habe. Die kommenden Wochen und Monate werden unter dem Zeichen unserer Entscheidung stehen und uns ins kommende Jahr begleiten aber auch immer wieder an diese zwei Wochen erinnern.


Das Artikelbild habe ich auf PixaBay gefunden. Es unterliegt somit den dort angewandten Urheberrechten.